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Grundsätzliches zum Lande Drador:
Wappen:

Die Zahl der Haushalte in Drador liegt gegenwärtig bei etwa 94000.
Das Klima variiert in Drador, je nach Region, zwischen einem gemäßigten feuchten Klima im Süden und Südosten des Landes und einem warmen und trockenem Klima im Nordwesten des Landes.
Das Land wird von der Stadt Wittburg aus regiert, die zugleich das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Dradors darstellt. Weitere große und bedeutende Städte von Drador sind Seewacht, eine Stadt am Südmeer, und Sonnenfeste, eine Stadt im Nordwesten Dradors, die an der Grenze zur großen Wüste Sret liegt.
Drador ist ein sehr offenes Land. Dies spiegelt auch das Verhältnis Dradors zur Religion wieder. Es gibt in Drador keine zentrale Religion mit Einfluss auf den dradorischen Herrscher. Drador selbst hat zwei Religionen im Laufe der Zeit hervorgebracht, ist jedoch grundsätzlich gegenüber fremden Religionen tolerant, so gibt es nahe Wittenburg auch ein Kloster der ateronischen Hauptreligion. Lediglich nekromantische Kulte und ähnliches werden in Drador nicht geduldet.
Der dradorische König hat in Drador nicht uneingeschränkte Macht. Seine Beschlüsse können grundsätzlich vom dradorischen Konzil durch einen Mehrheitsbeschluss gekippt werden. Das dradorische Konzil setzt sich aus sechs Vertretern des dradorischen Adels, je einem Vertreter der beiden dradorischen Hauptreligionen und zwei Vertretern der Handelsgilde zusammen. Falls eines der Mitglieder des dradorischen Konzils stirbt oder zurücktritt obliegt es dem König ein neues Mitglied einzusetzen. Die Verteilung der Mitglieder muss jedoch beibehalten werden. Stirbt also ein Vertreter des Adels, muss das neue Mitglied des Konzils ebenfalls aus den Reihen des Adels stammen. Für den Fall, dass der König stirbt oder sein Amt niederlegt, wird der neue König, oft nach wochenlangen Verhandlungen, durch einen Mehrheitsbeschluss des Konzils gewählt. Da der Adel allerdings die stärkste Macht im Konzil innehat, kam es bis zum heutigen Tage noch nicht vor, dass der König nicht adeliger Herkunft war.
Der König
Seit nunmehr 17 Jahren hat Fürst Atrikard der II. aus dem großen Haus Wittenstein, dass in seiner langen Geschichte die meisten Könige hervorgebracht hat, den Thron inne. Er erfreut sich in Drador relativ großer Beliebtheit und ist dafür bekannt, ein großer Förderer der Kunst und Wissenschaft zu sein.
Er ist auch in der Geschichte Dradors der erste König, der sich dazu entschied, in den seit langem währenden Konflikt zwischen Ateron und Rittland einzugreifen. Die Gründe für diese Entscheidung sind nicht bekannt. Einige behaupten, dass er schlicht und ergreifend vorhatte sein Land um die fruchtbaren Ebenen von Rittland zu bereichern, da Drador selbst einen gewissen Mangel an agrartauglichen Gegenden hat. Das Versprechen des ateronischen Königs, im Falle eines Sieges über Rittland, dem unverheirateten dradorischen König seine liebreizende Tochter zur Frau zu machen, mag aber vielleicht auch ein Grund gewesen sein.
Zur Wirtschaft:
Wie schon erwähnt, verfügt Drador über weniger fruchtbare Gegenden als Ateron oder Rittland. Seit Drador allerdings die Hälfte Rittlands hinzugewonnen hat ist dieses Problem aus der Welt.
Bekannt ist Drador vor allem für seinen blühenden Handel. Da Drador ein sehr offenes Land ist verwundert es nicht, dass es Handelsbeziehungen mit vielen anderen Ländern unterhält. Während der langen Zeit des Konflikts zwischen Ateron und Rittland belieferten dradorische Händler beide Seiten mit Waffen und Rüstungen und verdienten sich so ein Vermögen. Vor allem die Familien Seestedt, Caithain und Legot taten sich in diesem gewinnträchtigen Handel hervor.
Auch der Handel mit Kunstgegenständen und Gewändern ist eine große Einnahmequelle Dradors. Da Drador kaum von dem Krieg zwischen Ateron und Rittland betroffen war, wurde die Kunst in Drador in den letzten Jahrzehnten stark gefördert. Vor allem beim Adel Aterons erfreuen sich dradorische Gewänder und Schmuck höchster Beliebtheit.
Die gängige Währung in Drador ist das dradorische Silberstück, dass etwa 10 Kupferstücke, beziehungsweise einem Silberstück der Handelswährung entspricht.
Zum Militär:
Dradors Militär lässt sich grundsätzlich in drei Gruppen unterteilen:
1.) Dradors Heer unterscheidet sich von der Struktur her nicht wesentlich von einem klassischen Heer bzw. von dem ateronischen oder rittländischen Heer. Der Großteil der Offiziere entstammt den Reihen des Adels oder der Oberschicht Dradors, während der Großteil des dradorischen Heers aus Bürgern der Unter- und Mittelschicht besteht. Die Besoldung eines einfachen Soldaten im dradorischen Heer hängt von seiner Verpflichtungsdauer ab. Ein Soldat hat die Möglichkeit zu entscheiden, ob er sich für 5, 10, 15, 20 oder 25 Jahre verpflichten möchte. Je länger er sich von vornherein verpflichtet, desto höher fällt sein Grundsold aus.
2.) Die so genannten Waffenmeister Dradors stellen die absolute Elite der dradorischen Kampfkunst dar. Die Ausbildung zu einem dradorischen Waffenmeister erfolgt in der Waffenakademie in Wittburg und zieht sich über viele Jahre hin. Anders als im dradorischen Heer sichert einem eine adelige Herkunft alleine keineswegs die Ausbildung, geschweige denn einen hohen Rang, in der Waffenakademie. Gewiss, Geld ist einer der beiden Faktoren die nötig sind, um in die Akademie aufgenommen zu werden und so verwundert es nicht, dass auch hier ein Großteil der Anwärter von adeliger Herkunft ist. Allerdings nimmt die Akademie nur jemand an, der ein großes Maß an Talent oder Kampferfahrung mitbringt. So kam es in der Vergangenheit auch nicht selten vor, dass ein gemeiner Soldat nach seiner Verpflichtung, unter Einsatz eines Großteils seines angesparten Solds, in die Akademie aufgenommen und zum Waffenmeister ausgebildet wurde. Waffenmeister bekommen nicht nur einen enormen Sold und belegen die höchsten Ränge innerhalb des dradorischen Militärs, sie sind auch hoch angesehen in der dradorischen Gesellschaft. Waffenmeister gibt es auf unzähligen Gebieten des Kampfes. Um ein paar Beispiele zu nennen wären da die Waffenmeister im leichten flexiblen Kampfstil, das heißt mit nur geringer Rüstung, um ein Maximum an Beweglichkeit zu ermöglichen. Der Kampfstil dieser Waffenmeister ist nicht nur sehr schön anzusehen, er ist auch gleichsam sehr effizient und tödlich. Des Weiteren wären da noch die Waffenmeister des Fernkampfes, die in der Lage sind mit unvergleichbarer Geschwindigkeit, Reichweite und Treffsicherheit Pfeile in die gegnerischen Reihen zu entsenden. Weit weniger offensiv aber dennoch sehr wichtig sind auch die Waffenmeister der Erkundung, die gleichsam als Kundschafter tief im Feindesland und als Boten fungieren und deren Fähigkeit sich ungesehen zu bewegen in Drador, Ateron und Rittland legendär ist.
3.) Fast schon eine Tradition in Drador ist es, dem Weg des Söldners zu folgen. In der Vergangenheit gab es sehr viele Dradorer, die sich in dem Konflikt zwischen Rittland und Ateron von einer der beiden Seiten als Söldner anheuern ließen. Manche erhofften sich dadurch ein Vermögen zu verdienen, andere sich einen Namen zu machen und wiederum andere wollten einfach ihre Fähigkeiten im Umgang mit der Waffe unter Beweis stellen, was im dradorischen Heer großteils unmöglich war, aufgrund Dradors Position. In den letzten ein bis zwei Jahren kehrten allerdings immer mehr dradorische Söldner Ateron und Rittland den Rücken zu und machten sich auf, um in anderen Ländern ihren Sold zu verdienen. Der Grund dafür war, dass die Kriegskassen Aterons und Rittlands mit der Zeit immer leerer geworden waren und vielen der Dradorer der geringe Sold nicht mehr ausreichte.
Religion:
Wie bereits erwähnt wird das Thema Religion in Drador wesentlich offener behandelt als vergleichsweise in Ateron. Es gibt keine allein vorherrschende Religion und es ist für einen Dradorer auch durchaus nicht zwingend, Teil einer Religion zu sein.
Doch wenden wir uns ein wenig, den beiden in Drador entstandenen Religionen zu:
1.) Die Kirche der Elemente: Die Kirche der Elemente ist, wie der Name schon vermuten lässt eine Naturreligion. Anders als Elementarmagier zapfen die Priester der Elemente nicht einfach die Kräfte der Elemente an oder verehren wie die Druiden die Natur als Ganzes. Vielmehr verehren die Priester der Elemente die vier Wesenheiten der Elemente: Sylph, die Herrin über die Luft, Undine, die Herrin des Wassers, Salamander, den Herrn des Feuers und Behemoth, den Herrn der Erde. Durch die Anbetung dieser Wesenheiten erhalten die Priester der Natur Kontrolle über die einzelnen Elemente, wobei es für jeden Priester üblich ist, sich auf eines oder maximal zwei der Elemente festzulegen. So können Priester der Sylph zum Beispiel enorme Windstöße erzeugen. Die Kirche der Elemente steht jedem Dradorer, ob Mann oder Frau, arm oder reich und sogar jedem Fremden offen.
2.) Die Akolythen des Drachen: Um die Entstehung dieser Religion in Drador zu verstehen, muss man zunächst einmal wissen, dass ein guter Teil der heutigen dradorischen Bevölkerung von Nomaden abstammt, die ursprünglich in der großen Wüste Sret lebten. Die Wüste Sret, deren Ausläufer die nordwestliche Grenze Dradors erreichen ist das Gebiet eines der letzten großen und uralten Drachen. Dieser Drache verlangte von den Nomaden, die in seinem Territorium lebten, dass sie ihn anbeten sollten. Im Gegenzug half er ihnen immer wieder dabei, in der lebensfeindlichen Wüste Sret zu überleben und gewährte einigen Auserwählten einen Teil seiner Kraft. Diese Auserwählten bauten später einen Tempel nahe der Stadt Sonnenfeste und nannten sich die Akolythen des Drachen. Ein Drachenakolyth verfügt zum einen über eine enorme Zähigkeit, zum anderen ist er in der Lage, sein Blut förmlich zum Kochen zu bringen und sich so mit einer unvergleichlichen Rage in den Kampf gegen seine Feinde zu stürzen. Anders als die Kirche der Elemente gestatten die Akolythen des Drachen nicht jedem ihren Reihen beizutreten. Nur Männer und auch nur solche, die sich einer gefährlichen Prüfung unterziehen und unter den Augen des Drachen würdig sind, dürfen den Rängen der Akolythen beitreten.
Wissenschaft und Magie:
Die Wissenschaft wurde wie die Kunst in Drador schon seit jeher gefördert und jedem zugänglich gemacht. Vor allem der derzeitige König Atrikard der II. ist ein starker Befürworter der Wissenschaft und unbestätigten Gerüchten zufolge auch der Magie. Schon seit Jahren mehren sich die Gerüchte, dass Atrikard der II. heimlich eine Magierakademie vergleichbar mit der Waffenakademie ins Leben gerufen hat. Diese Gerüchte wurden jedoch bis heute von Atrikard dem II. dementiert und konnten auch in keiner Weise bewiesen werden.
Allgemein muss man zur Magier sagen, dass Drador aufgrund seiner offenen Einstellung sicherlich schon seit langem eine Magierakademie gegründet hätte, wäre da nicht das Nachbarland Ateron und dessen dominierende Religion, die Magier verfolgt und zudem einen großen Einfluss auf die ateronische Politik hat. Um also Spannungen zu vermeiden haben sich die dradorischen Könige bislang immer gegen den Bau einer Magierakademie ausgesprochen.
Adelshäuser:
In Drador gibt es zwei große und eine beinahe unüberschaubare Anzahl an kleinen Adelshäusern. Die zwei großen Adelshäuser sind:
1.) Das Haus Wittenstein, Gründer der Stadt Wittburg, die später das Zentrum des dradorischen Reichs wurde, hat in seiner langen Geschichte einen Großteil der dradorischen Könige gestellt. So ist auch der derzeitige König Atrikard der II. zugleich das Oberhaupt des Hauses Wittenstein. Die Ländereien erstrecken sich hauptsächlich vom Zentrum des Reiches aus Richtung Nordosten und sind nun um etwa die Hälfte des von Drador eingenommen Gebietes des ehemaligen Rittlands erweitert worden. Wie alle dradorischen Adelshäuser verfügt das Haus Wittenstein über ein eigenes Heer von Offizieren aus den eigenen Reihen und Söldnern, ist also streng genommen kein Teil der dradorischen Armee. Jedoch ist es bis heute nicht einmal vorgekommen, dass sich eines der Adelshäuser weigerte, im Kriegsfall sein Privatheer der dradorischen Armee zu unterstellen. Derzeit verfügt das Heer des Hauses Wittenstein über etwa 350 Offiziere, darunter nicht weniger als 12 der besten Waffenmeister der Akademie und etwa 1700 Söldner.
2.) Das Haus Seestedt ist zugleich eine der größten Handelsmächte Dradors. Das Haus Seestedt gründete vor langer Zeit die Stadt Seewacht und schloss sich später mit den Stadtstaaten Wittburg und Sonnenfeste zum heutigen Drador zusammen. Obwohl Wittenburg oft als das Zentrum des dradorischen Handels bezeichnet wird, ist Seewacht für den dradorischen Handel keinesfalls weniger wichtig, ist es doch die einzige dradorische Stadt mit einem Hafen am Südmeer. Die Familie Seestedt kontrolliert also maßgeblich den Seehandel Dradors und machte sich außerdem in der Vergangenheit auch im Waffen und Rüstungshandel mit Ateron und Rittland einen Namen. Das Heer Seestedts umfasst derzeit etwa 230 Offiziere, von denen immerhin 7 zu den Waffenmeistern Dradors gehören und etwa 1250 Söldner. Das derzeitige Oberhaupt der Familie selbst, Tahir von Seestedt, ist ein berühmter Waffenmeister auf dem Gebiet des schweren Kampfstils, das heißt, des Kampfstils mit Plattenrüstung, Schild und Schwert.
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